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Nord/Süd-Discounter wendet sich von Billigpreispolitik ab
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Aldi - Butter um 30 Prozent teurer - Große Hoffnungen in weiter Milchgipfel -  Butterpreise stabilisieren sich langsam

Essen/Berlin (pte/01.10.2009/dsfh) - Derdeutsche Lebensmitteldiscounter Aldi  verabschiedet sich von seiner bisherigen Preispolitik bei Milch- und Molkereiprodukten. Seit neuestem verrechnet der Konzern in seinen Filialen für 250 Gramm Butter 30 Prozent mehr.

Einem Bericht der Lebensmittel Zeitung zufolge verlangt man künftig statt wie bisher 65 Cent nun 85 Cent. So gibt das Unternehmen höhere Einkaufspreise direkt an die Verbraucher weiter. Den Preis für Milch hat Aldi allerdings nicht erhöht. Ein Liter frische Vollmilch kostet weiter 48 Cent und bleibt damit auf dem niedrigen Niveau der vergangenen Wochen und Monate.

Experten bewerten das Vorgehen der Discounterkette als einen Strategiewechsel. Schließlich hatte man sich zuletzt an zahlreichen Preissenkungsrunden beteiligt. Andererseits dürfte aber auch der Druck vonseiten der demonstrierenden Milchbauern für die aktuelle Entscheidung richtungsweisend gewesen sein. Neben Aldi wurden auch andere Discounter zuletzt massiv für ihre niedrigen Preise bei Milchprodukten kritisiert.

So klagen die Milchbauern bereits seit Monaten über die aus ihrer Sicht zu geringen Erzeugerpreise und machen den Handel dafür verantwortlich, die Spirale durch Kundenlockangebote immer weiter nach unten zu treiben. Für Aldi demnach ein entscheidender Schritt auf dem Weg, das ledierte Image aufzupolieren.

"Dass Aldi die Preise für Butter erhöht, ist ein gutes Zeichen. Denn die Butterpreise spiegeln die Marktverhältnisse wider. Angesichts der international steigenden Nachfrage ist damit zu rechnen, dass sich die Märkte allmählich wieder stabilisieren", unterstreicht Michael Brandl vom Milchindustrie-Verband im Redaktionsgespräch.

Schon bald wieder soll über die Preispolitik der Großkonzerne beratschlagt werden. Dazu treffen sich in Berlin die Vertreter der Milchbauern mit Bundeskanzlerin Angela Merkel zum sogenannten Milchgipfel. Davon erwartet sich Brandl "eine klare politische Linie". Unter den Milchbauern werden derzeit Milchmengenregulierungen und Liberalisierungspläne diskutiert.

Foto: pixelio.de, brandtmarke

By: hpardun On Sonntag, 04. Oktober 2009 Comment Comments( 0 ) Hits Views(471)
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